Nach Sarrazin: Kommt jetzt die Wende?  Die Debatte um Thilo Sarrazin und sein Buch ist immer noch in vollem Gange, doch sie kann schneller vorbei sein, als mancher es für möglich halten wird. In einigen Tagen wird Sarrazin dank des “neutralen” Zusammenspiels seines Chefs Weber und unserem Hosenanzug voraussichtlich seinen Posten verlieren – man darf wohl davon ausgehen, dass Wulff den Unterschriftenautomat machen wird.

(Von Knut)

Doch was wird danach passieren? Wieviel Zeit wird vergehen, bis das Thema Sarrazin zu den Akten gelegt wird? Es liegt an uns. Wir, die deutsche Bevölkerung, dürfen es nicht zulassen, dass sich die Diskussion über Einwanderung, Integration und Ausländerkriminalität – wieder einmal – im Sande verläuft. Jeder ist gefordert, das Thema im Interesse aller ehrlichen Bürger – dazu zähle ich auch die integrierten Ausländer – am Leben zu erhalten.

Was können wir als Einzelne, nicht-prominente Bürger tun? Mehr, als mancher denken mag.

Drei wichtige Punkte:

1. Mit Freunden, Familie und Kollegen reden! Nicht jeder, der nicht ohnehin bereits überzeugt ist, wird sich überzeugen lassen, doch oft ist es schon ein Erfolg, wenn jemand überhaupt beginnt, einmal nachzudenken – dies betrifft vor allem die eher unpolitischen Zeitgenossen unter uns. Gute Buchtipps (z.B. “Das Ende der Geduld” von K. Heisig) und Online-Leseempfehlungen (z.B. PI) sind ebenfalls nie ein Fehler.

2. Aktiv werden! Das Internet bietet so viele Möglichkeiten, doch was nützt es, sich hier bei PI gegenseitig auf die Schulter zu klopfen? Auch hier ist die Debatte mit der “anderen Seite” wichtig und nötig. Sie ist nicht immer zwecklos, doch es erfordert neben guten Argumenten auch Geduld und Nerven, mit Linken zu diskutieren, denn solche Blogs/Foren sind naturgemäß voll mit dem Typus Sozialarbeiter, Täterversteher, Verharmloserer etc.

Einige Beispiele von Seiten, die sicher rechtskonservative Gegenmeinungen vertragen könnten:

spiegelfechter.com
exportabel.wordpress.com
initiativgruppe.wordpress.com
oeffingerfreidenker.blogspot.com
weissgarnix.de

3. Noch aktiver werden! Politik und Medien anschreiben – online UND offline! Denken Sie nicht, dies tun schon “genügend andere Leute”. Werden Sie selbst aktiv, denn nur die Masse macht den Unterschied. Schreiben Sie Ihrem Abgeordneten – und wenn Sie möchten auch Merkel, Wulff & Co. – und teilen Sie allen mit, was Sie von Sarrazins Rauswurf und seinem Buch halten. Medien: Schreiben Sie Leserbriefe, schicken Sie Faxe, hinterlassen Sie überall (online und offline) Ihre Meinung.

Ganz wichtig natürlich bei allen drei Punkten: Immer sachlich und höflich bleiben – auch dann, wenn’s schwer fällt. Ein kurzes “Thilo hat Recht” ist zwar nett, überzeugt aber niemanden. Beleidigungen schaden nur, da sie die Debatte vergiften.

Jeder kann viel tun. Und ich frage mich: Kommt jetzt nach Sarrazin die lang ersehnte Wende? Möglicherweise. Es liegt an uns allen und es liegt an IHNEN!