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Informationen und Erfahrungsaustausch über Politik Wirtschaft und Soziales

Monatliches Archiv für: November, 2010

WELT ONLINE: Der Westen und das höhnische Lachen der Islamisten

Was die Gefangennahme von zwei deutschen Journalisten und die Angst auf den Straßen von Berlin miteinander zu tun haben.


Mitarbeiter unseres Hauses sind seit sechseinhalb Wochen im Iran gefangen. Sie sitzen in Einzelzellen, aber wir wissen nicht einmal wo. Alles, was wir über die Haftbedingungen wissen, gibt Anlass zu größter Sorge.

Mitarbeiter der deutschen Botschaft durften sie erst zweimal und auch nur kurz sprechen. Der Vorwurf, der gegen sie erhoben wird: Sie sollen das Land als Touristen betreten haben, obwohl sie als Journalisten eine Geschichte recherchieren wollten über die Frau, die zum Tod durch Steinigung verurteilt wurde, weil sie nach dem Tod ihres Mannes möglicherweise eine Affäre mit einem anderen Mann hatte: Ehebruch nennt man das im Iran. Nur durch öffentlichen Druck wurde sie bislang vor der Hinrichtung bewahrt. Erst wurde unseren Mitarbeitern ein Visumsvergehen vorgeworfen.

Nun erhebt die Justiz in Täbris öffentlich Spionage-Vorwürfe. Ein absurder und gefährlicher Vorwurf. Auf Spionage steht im Iran im Extremfall die Todesstrafe.

Seit einer Woche ist Deutschland im Ausnahmezustand: vor den Kaufhäusern steht ein Polizist, in den U-Bahn-Schächten wachen Sicherheitsbeamte und vor dem Reichstag in Berlin stehen gepanzerte Fahrzeuge. Die Angst geht um in der Bundesrepublik, denn ein Aussteiger hat berichtet, dass islamische Fundamentalisten unser Land aus den Angeln heben wollen.

Ein Anschlag auf den Reichstag sei geplant. Ausgerechnet der Reichstag, der 1933 brannte, bevor die Nazis das Land für den Holocaust mobilisiert haben. Wir aber üben uns in Gleichmut. Die Kanzlerin mahnt zur Gelassenheit. Ruhe sei die erste Bürgerspflicht. Das stimmt, denn wir wollen unsere Agenda nicht von Terroristen bestimmen lassen. Aber es stimmt auch nicht. Die Ereignisse haben viel miteinander zu tun. Unruhe ist auch Bürgerspflicht. Denn es geht um die Freiheit. Und die ist so gefährdet wie seit 70 Jahren nicht mehr. WEITERLESEN… »

Weihnachten 2010: Hartz-IV-Weihnachtsgeschichte!

armut   Wir werden an dem gemessen, wie wir in unserer Gesellschaft mit den Schwachen und Schutzbedürftigen umgehen.

Frau K hatte einen 5 Personenhaushalt. Der  Ehemann haute ab und lässt Frau K mit einem Berg von Schulden sitzen. Frau K hat auf einer Etage zwei Wohnungen anmieten müssen, weil es eine Wohnung in der entsprechenden Größe für 5 Personen nicht gab. Die Mieten betragen 160,00 € und 290,00 €,warm! Die Wohnungen gehören einer Genossenschaft. Zwei Kinder bewohnten zu Anbeginn die preiswertere Wohnung. Als die älteste Tochter aus  diesem Wohnverhältnis auszieht, wohnt nur noch der 21-jähige Sohn in dieser  Wohnung.  Die Wohnung sei zu groß für eine Person, so die ARGE. Der Sohn soll in die Wohnung der Mutter zuziehen, auch wenn hier kein Platz mehr ist! Er könne ja im Schafzimmer der Mutter beischlafen oder die Mutter sucht sich eine größere Wohnung. Der Sohn macht gerade sein Abitur und wird demnächst auswärtig studieren.  Die jetzt aufgenötigte Suche nach einer größeren und preiswerten Wohnung wäre sodann wieder zu groß, wie der Sohn zur Uni ausziehen würde. Frau K müsste sich sodann wieder eine kleine Wohnung, wie jetzt vorliegend, suchen.

Es bleibt zweifelhaft, ob dieser ganze Wirrwarr und Aufwand überhaupt zumutbar ist und sich rechnet, ob Frau K zu solchen Bedingungen wieder eine so preiswerte Wohnung wird finden können. Es ist reine Willkür und Schikane, wie die Verweigerung der Mietzahlung begründet wird, weil es nicht um die Höhe der Miete sondern rein um die Quadratmeter der Wohnung geht!

Der ARGE Kassel geht es ja nicht darum, dass die Wohnung, die jetzt nur noch von dem Sohn alleine bewohnt wird, zu teuer sei, nein, das ist sie nicht, sondern nur zu groß. Und deswegen hat man Frau K jetzt die Miete von 160,00 € versagt. Frau K war berechtigterweise eben nicht bereit, die Wohnung zu kündigen, weil der Sohn bis zum Studium dort weiter wohnen muss. Sobald der Sohn das Studium aufnimmt, würde das Mietsverhältnis sowieso gekündigt und beendet.

Die Wohnung (290,00 € warm), in der bereits gegenwärtig Frau K mit der kleineren Tochter wohnt, würde erhalten bleiben und von allen unnötigen, unverhältnismäßigen und unangemessenen Umzügen und Kosten unberührt bleiben, wenn die Situation, wie sie ist, von der ARGE so akzeptiert würde. Der Einbehalt der Miete durch die ARGE verletzt massiv in schädigender weise unsere Grundrechte und ist nicht hinnehmbar. Um die Wohnung zu halten, damit ihr Sohn eine Intimsphäre und seinem alter entsprechend eine Unterkunft hat, die ihm per Gesetz auch zusteht, muss Frau K jetzt von ihren geringen und bereits viel zu niedrig bemessenen ARGE-Leistungen zusätzlich die Miete selbst zahlen. 160,– € sind hier verdammt viel Geld!

Der Sohn, der gegenwärtig das Abitur macht, muss zur Schule Fahrtkosten entrichten, die ebenso nicht übernommen werden von der ARGE mit der Begründung, dass der Sohn eine Schule im Umfeld besuchen müsse. Die Gründe, der Vater war dunkelhäutig, dass der Sohn deswegen gemobbt wurde und aus anderen Gründen hier keinen Platz finden konnte, fallen hier nicht ins Gewicht. Die 40,– € Fahrtkosten werden jedenfalls nicht übernommen!

Frau K weiß nicht mehr ein noch aus! Es gibt Tage, dass sie den Kindern nichts zu essen geben kann! Ihr liegt eine Stromabrechnung von ca. 400,– € vor. Wie soll sie diese bezahlen!! Und Weihnachten, das Fest der Liebe, fällt wohl für ihre Familie, wie für Millionen andere Menschen in Deutschland, lieblos, armselig, erbärmlich … aus! Ausgegrenzt, stigmatisiert und vegetierend im Elend, das ist, was bleibt!

Deutschland ist grausam und pervers! Deutschland ist weder ein Recht-, da hilft auch der derzeitige Schauprozess gegen Piraten wenig, noch ist Deutschland ein Sozialstaat. Unsere Politiker sind Barbaren; sie selbst leben im Reichtum und bedienen sich, wie viele andere, schadlos und unverantwortlich an den Ressourcen der Volkswirtschaft! Die Politiker und viele Manager sind eben ihr Geld nicht wert! Wo ist die Stimme gegen Armut, Not und Elend der Kirchen? Humanität predigen, reicht nicht! Humanität, Würde … findet sich nicht in Worten sondern in den Taten, im Leben des Individuums!

Manfred Wehrhahn

Aktion gegen Armut, Not und Elend in Deutschland!

Bild 001   Hallo Hartz-IV-Bezieher! Du bist von Not und Elend bedroht! Siehst für Dich keine Chancen und keine Perspektiven mehr! Spielst mit dem Gedanken, Dich gar umzubringen! Dann wird es Zeit, dass Du wegen dieser haarsträubenden Ungerechtigkeiten, wegen der an Dir geübten Grund- und Menschenrechtsverletzungen Dein Maul weit aufmachst und das, was man Dir angetan hat, in die Welt trägst!

Die Bundesrepublik Deutschland begeht an Deine Person grobe unhaltbare Grund- und Menschenrechtsverletzungen größten Ausmaßes! Die Leistungen sind viel zu gering und gewähren keine würdevolle Lebensführung, wie dies im Grundgesetz garantiert ist. Die Bundesregierung handelt strafrechtlich und kriminell! Die Bundesregierung ist staatsfeindlich!

Es widerspricht der Würde, dass Menschen hungern, verelenden und dahinvegetieren!  Die unteren Einkommen, Renten usw. sind trotz aus ihnen erbrachten Leistungen im Schnitt nicht höher als diese hier zur Kritik stehenden Leistungen. Auch diese Leistungsbezieher sind hier natürlich angesprochen! Der Bürger wird um seine zurückliegenden erbrachten Lebensleistungen geprellt und betrogen.

Diese Parteien (SPD, CDU/CSU, FDP und Die Grünen) darfst Du Deine Stimme nicht mehr geben, wenn Du Dich wegen ihrer Verbrechen nicht mitschuldig machen willst! Du hast die gewählt, die Dich und andere barbarisch physisch und psychisch schädigen! Ja, viele werden es nicht „nachempfinden“ können, was diese Situation psychologisch bewirkt, was für einen verheerenden Schaden diesen Menschen, die auch oder gerade wegen ihres z. B. Alters am Markt keine Chancen mehr haben, zu erleiden und zu erdulden haben. In einer gefühllosen bzw. einer hochgradig kranken Ellenbogengesellschaft voller „Toter“ mag dies auch zu viel verlangt sein, dass man humanes und würdiges Leben spüre!

Wir, das Volk, müssen uns unbedingt solidarisieren!!!  Wir brauchen eine kräftige Stimme, die sich Gehör verschafft!!! Wir werden immer mehr ausgenommen und zahlen für die Fehler der Reichen und Mächtigen.

Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird.

Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist“.

 Rothschild

Wir wollen eine Unterschriftenaktion starten! Seid dabei und helft mit, damit diese Aktion ein voller Erfolg wird. Stehe auf aus Ohnmacht und Hilflosigkeit. Sei engagiert und motiviert, gebe Deinem Leben wieder einen Sinn und einen Wert! Andere, die in Not und Elend leben müssen, werden es Dir danken! Und tue es für Dich selber! Nur zusammen sind wir Stark, können wir was erreichen!

Gerne werden wir auch uns geschilderte Einzelschicksale auf www.deutschlandclan.de  aufgreifen und einstellen, da uns der “unbedeutende” anonyme Einzelfall  wichtig und publizierwürdig erscheint. info@deutschlandclan.de  oder m.wehrhahn@radar-music.de.

Manfred Wehrhahn

Quelle PI – Ben Iman: “Jeder Moslem potentieller Terrorist”

Nassim Ben Iman: 'Jeder Moslem ist ein potentieller Terrorist'  Nassim Ben Iman (Foto) ist einer der bekanntesten Islam-Aussteiger Deutschlands. Über seine Erfahrungen hat er ein Buch mit dem Titel „Der wahre Feind… warum ich kein Terrorist geworden bin“ geschrieben. Seine Aussagen über die Gefährlichkeit des Islams sind im Moment angesichts der islamischen Terror-Bedrohung für Deutschland aktueller denn je. 

Der arabischstämmmige Ex-Moslem hat viel zu erzählen und erlaubt einen tiefen Einblick in die friedlichste aller Weltreligionen. Er hat es als einer der wenigen geschafft, aus der straffen islamischen Indoktrination herauszukommen. Von ihm sind schonungslose Wahrheiten zu hören wie „Jeder Moslem ist ein potentieller Terrorist“. Wir haben die zentralen Aussagen des ausführlichen Interviews, das wir im Mai dieses Jahres mit dem mutigen Mann führten, wegen der aktuellen Terrorgefahr in ein zehnminütiges Video zusammengefasst. Aber Vorsicht: Dieser Film ist für GutBessermenschen nicht geeignet, denn beim Betrachten könnte ein sorgsam zurechtgebasteltes Weltbild zusammenbrechen.. 

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Nachdem die momentane Terror-Bedrohung der Bevölkerung die islamische Bereicherung nun immer drastischer vor Augen führt, nähert sich auch die öffentliche Islamdiskussion langsam dem Kern der Sache an. Vorbei sind die Zeiten, da der offizielle Sprachduktus noch vorgab: „Islam bedeutet Frieden“. Auf Dauer lässt sich eben ein irrationaler Unfug entgegen der täglichen Realitätswahrnehmung nicht aufrechterhalten.

Und so fragte Innenminister Thomas de Maizière am Montag Abend in der ARD-Beckmann-Talksendung doch tatsächlich Peter Scholl-Latour, ob sich islamistische Terroristen auf den Islam berufen könnten. Diese Frage ist zwar ähnlich kurios wie die an einen Alkoholiker, ob sein Problem etwas mit Alkohol zu tun habe. Aber angesichts der bisherigen Mainstream-Verdrängung ist es schon bemerkenswert, dass ein hochrangiger Politiker diese eigentlich strikt verbotene Vermutung überhaupt auszusprechen wagt. Peter Scholl-Latour kennt den Koran und weiß, dass jeder islamische Terrorist seine Mordbefehle aus dutzenden Koranstellen herauszieht. Aber er ist gerade erst aus Afghanistan zurückgekehrt und möchte wohl noch ein paar Mal in islamische Länder reisen, und daher schweifte er in seiner Antwort schwammig ab. Der alte Fuchs weiß natürlich, dass Koran, Moschee, Gewalt und Töten wie auf diesem trefflichen Symbolbild untrennbar zusammengehören:

Außerdem sprach de Maizière, der am Sonntag Abend auch bei Anne Will zu Gast war, im Rahmen der Sicherheitsmaßnahmen auch über die Überwachung von Moscheen. Denn dort fände zum einen immer wieder extremistische Indoktrination statt, und zum anderen würden in diesem Umfeld auch häufig Deutsche zum Konvertieren in den Islam bewegt. Diese Konvertiten seien mittlerweile ein großer Bestandteil der Terrorgefahr, denn sie befänden sich gerade besonders zahlreich zur Terrorausbildung in Pakistan und Afghanistan. Um dann vermutlich zur Ausübung ihrer religiösen Pflicht wieder in ihre Heimat zu kommen.

Es ist schon wirklich kurios, dass ausgerechnet nach dem schlimmsten muslimischen Terroranschlag am 11.9.2001, in der Islam-Einschätzung sozusagen ein Reset-Knopf gedrückt wurde. Als eine Art globale Gehirnwäsche wurde überall verkündet, wie friedlich diese Religion in Wahrheit sei, und wie „Extremisten“ diese „Friedlichkeit“ doch „missbrauchen“ würden. Alle Erkenntnisse über die Gefährlichkeit dieser Ideologie, die seit Jahrhunderten feststanden und von unzählig vielen geschichtlichen Persönlichkeiten bestätigt wurden, waren auf einmal wie von Zauberhand weggefegt.

Wer einen solchen Satz wie den folgenden heutzutage auszusprechen wagt, wird immer noch reflexartig als Rassist, Ausländerfeind, islamophob und Nazi bezeichnet:

„Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen.“

Bevor jetzt viele Linksgrün_Innen vor lauter Empörung Herzinfarkte bekommen – dieses Zitat stammt von…

…Karl Marx.

Quelle PI: Wofür es sich zu kämpfen lohnt!

Wofür es sich zu kämpfen lohnt!   Mathias Döpfners Artikel “Der Westen und das höhnische Lachen der Islamisten” ist von bemerkenswerter Länge – und von beachtlicher Qualität. Dabei benennt er nicht nur eindeutig die Bedrohung durch den Islam, sondern stellt auch die Frage, inwieweit sich der Westen beim Umgang mit dieser Bedrohung selber im Wege steht. Dass dem so ist, kann man nicht zu guter Letzt auch daran erkennen, wie selbst hier bei PI verschiedene Gruppen um die Deutungshoheit streiten. Zeit also, sich zu besinnen: Wofür es sich zu kämpfen lohnt! Und wie. Und wie nicht.

(Ein Appell an die PI-Community von Frank Furter)

Wenn in einem Welt-Online-Artikel der Satz „Wehret den Anfängen“ in Zusammenhang mit dem Islam auftaucht, dann darf man mit Fug und Recht behaupten: PI wird salonfähig, die Ächtung von Islamkritik scheint zunehmend überwunden. Immer mehr Menschen sehen das Unübersehbare und trauen sich, es auszusprechen; Thilo Sarrazin sei Dank, daran besteht kein Zweifel.

Der Islam entwickelt sich zum Nationalsozialismus des 21. Jahrhunderts. Die Zeit, die nun anbricht, wird von größter Bedeutung für die Freiheit der Menschen im Westen sein. Denn entschieden ist der Krieg der Kulturen noch lange nicht. Aber es ist überfällig, dass auch in den Mainstreammedien erkannt wird, dass dieser Krieg schon längst begonnen hat.

Wer jedoch nur gegen etwas kämpft, läuft Gefahr, das Gute aus den Augen zu verlieren, wenn Wut und Hass auf den Gegner die eigene Identität bestimmen. Umso wichtiger also, sich zu besinnen, wofür man kämpft. Mathias Döpfner hat vollkommen recht, wenn er schreibt, dass unsere Gesellschaft eine individualistische ist, eine säkulare, eine moderne, kurzum, eine freie, die von dem gegenteiligen Gesellschaftstyp bedroht wird: einer kollektiven, streng-religiösen, unmodernen, unfreien. Doch absurderweise liegt genau hier das Dilemma des Westens: sein Pluralismus, seine Freiheit, seine Rechtsstaatlichkeit, sein Bestreben nach moralisch korrektem Handeln werden ihm zum strategischen Nachteil; der Gegner sieht darin eine Schwäche, die er auszunutzen versucht.

Eine Lösung für dieses Dilemma ist nicht in Sicht. Opfert der Westen ebenjene Werte, die es zu verteidigen gilt, läuft er Gefahr, selber wieder in jenen Irrsinn zu verfallen, den er im 20. Jahrhundert mit größter Müh und Not überwunden hat, und der nun im orientalischen Gewand zum Angriff auf ihn bläst. Ein Ansatz kann also nur darin bestehen, sich der Werte zu besinnen, die es zu verteidigen gilt, und die Stärken zu nutzen, die sich daraus ergeben.

Um diesen essenziellen Punkt dreht sich auch manche Diskussion im Kommentarbereich bei PI – manchmal sogar dann, wenn es im betreffenden Artikel um ganz andere Dinge geht. Dabei zeichnet sich schon seit langem eine Lagerbildung ab, die tatsächlich weit über PI hinausgeht, und auf das gesamte Spektrum islamkritischer und pro-westlicher Kräfte zuzutreffen scheint.

Da sind auf der einen Seite vornehmlich Atheisten, die meinen, das Problem sei bereits in der Religion an sich begründet. Auch das Christentum habe in seiner Historie manch scheußlich-rechtelose Epoche zu verantworten, und nur die Aufklärung wider die Religiösität habe den Grundstein für die freie westliche Welt gelegt. Dem stehen überzeugte Christen gegenüber, die gerade im Abfall von biblischen Werten den hiesigen Siegeszug der fremden Religion begründet sehen. Die geminderte Religiösität des Westens – so auch Peter Scholl-Latour vor nicht allzulanger Zeit in einer Talkshow – sei der Grund für die mangelnde Identifikation mit dem eigenen Kulturkreis. Fast klingt es so, als müsse das Christentum den Islam um seine gesellschaftliche Allmacht beneiden. Aber das muss es nicht. Im Gegenteil. Denn tatsächlich sind beide Sichtweisen überzeichnet, und haben irrwitzigerweise denselben Denkfehler gemein.

So wäre es einerseits falsch, den Westen nur auf ein säkulares Staatsgebilde zu reduzieren, und das Christentum auf einen Widerstand dagegen. Es ist kein Zufall, dass sich die Aufklärung im Westen ereignete, so wie es umgekehrt kein Zufall ist, dass eine solche in der islamischen Welt bisher nicht stattgefunden hat. Der universelle Herrschaftsanspruch des Islam, seine Dogmen und seine politische Natur haben einen aufklärerischen Prozess unmöglich gemacht. Das Christentum hingegen ist von ganz anderer Gestalt, seine Moral ist nicht im Imperativ verfasst, sondern – von den zehn Geboten abgesehen – komplexer und abstrakter konstruiert: in Bildern und Gleichnissen, die Freiheit lassen für Interpretationen und Relationen. Damit begründet es jene Geisteshaltung, die zum Nutzen des Geistes animiert. Und es gewährte jene Freiheiten, die einen über Jahrhunderte währenden Prozess der Aufklärung überhaupt erst zugelassen haben.

Der Denkfehler liegt also darin, das Christentum in diesem Zusammenhang überhaupt mit dem Islam zu vergleichen, der bekannterweise längst nicht nur eine Religion ist. Und genau diesen Denkfehler begeht auch die Gegenseite, wenn sie meint, mehr Christlichkeit und mehr Religiösität seien die richtige Antwort auf die Bedrohung durch Muslime. Das Christentum kann aber gar nicht zu einem theologischen Konträr zum Islam werden; zumindest nicht, ohne seine grundlegenden Werte zu verraten. Darüber hinaus ist die Bedrohung eben nicht in der Religiösität der Muslime begründet, sondern in der politischen Gestalt des Islam. Dementsprechend ist weniger die mangelnde Religiösität des Westens das Problem, sondern viel mehr sein denaturiertes politisches Selbstbewusstsein.

Und hier muss eine Bewegung ansetzen, die ernsthaft an der Verteidigung westlicher Werte interessiert ist: der Westen ist nicht christlich, er ist nicht atheistisch, nicht jüdisch oder aufklärerisch. Er ist alles auf einmal. Und das ist auch gut so. Er bietet jedem Individuum die Freiheit, selber zu entscheiden, welche Sichtweisen für das eigene Weltbild maßgeblich sind. Diesen Pluralismus gilt es zu verteidigen. Diese Freiheit gilt es zu erhalten. Und dieses Gesellschaftssystem gilt es zu stärken; nicht, weil es von Natur aus schwach wäre, sondern, weil es von den Selbsthassern in unseren Reihen seit Jahrzehnten schlechtgeredet wird. Diese sind die wahren Totengräber unserer Kultur. Denn faktisch ist der Westen der muslimischen Welt seit Jahrhunderten überlegen und hat sich technologisch und wirtschaftlich in Sphären vorgearbeitet, die der Islam alleine in den nächsten 1000 Jahren nicht erreicht hätte.

Wofür es sich zu kämpfen lohnt? Für unsere Art zu leben! Für unser Recht, zu streiten. Darüber zum Beispiel, ob die Religion zu mächtig ist, oder nicht mächtig genug. Denn diese Frage stellt sich gar nicht in der islamischen Welt, weil der Islam nicht nur mächtig ist, sondern allgegenwärtig.

Wofür es sich zu kämpfen lohnt? Für unsere Freiheit! Unsere Freiheit, zu glauben, oder eben nicht. Zu reden, oder zu schweigen. Zu handeln, oder behandelt zu werden, aber all das nach Regeln, die jedem die gleichen Rechte einräumen, die gleichen Pflichten und die gleichen Freiheiten, ganz gleich, was er glaubt oder denkt, ob er redet oder schweigt, so lange er anderen damit nicht schadet.

Wofür es sich zu kämpfen lohnt? Für unsere Art, zu sein, für die in einer islamischen Weltordnung kein Platz wäre. Für Ausgelassenheit und Freude, für Verstand und Vernunft, für Kultur und Literatur, für Individualität und Vielfalt, für Wirtschaft und Wissenschaft, für Forschung und Fortschritt, für Theologie und Philosophie, für Christentum und Atheismus, frei von den barbarischen Regeln eines archaischen Gesellschaftstyps.

Dafür lohnt es sich, zu kämpfen. Und wie? An allen Fronten, wenn es sein muss. Aber vor allem: gemeinsam. Denn nur so hat eine Bewegung, die unsere Gemeinschaft verteidigen will, eine Chance. Diejenigen Christen, die den Atheismus von dieser Bewegung ausschließen wollen, schaden ihr. Und diejenigen Atheisten, die das Christentum ausschließen wollen, schaden ihr gleichwohl.

Gemeinsam jedoch ergänzen sich beide Strömungen und münden mit anderen gleichsam in ein System, das schlicht und ergreifend besser als das islamische ist. Darauf könnten die Menschen im Westen stolz sein. Doch viele sind es nicht. Und hier liegt wohl der wahre Kern des Problems. Wer nicht stolz ist auf das, was er hat, ist auch nicht bereit, dafür zu kämpfen. Die Bewegung, von der hier die Rede ist, muss also zu aller erst dafür sorgen, dass die Menschen im Westen endlich wieder stolz sind auf das Werk ihrer Ahnen. Grund dazu gibt es genug – ganz gleich, ob sie Christen oder Atheisten sind.

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